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Freunde und Kollegen feiern den Ehrendoktortitel, den Mercy Amba Oduyoye von der Universität Basel erhielt. © Esther R. Suter/CMI

Oduyoye ist Assistenzprofessorin am Trinity Theological Seminary (Theologisches Seminar der Dreifaltigkeit) und Gründungsdirektorin des Instituts Afrikanische Frauen in Religion und Kultur in Accra, Ghana. Sie arbeitete bei der All Africa Conference of Churches (AACC) und bei dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), wo sie sieben Jahre lang Vize-Generalsekretärin war. Auch übte sie das Amt der Präsidentin des Christlichen Studentenweltbundes und der Ökumenischen Vereinigung von DritteWeltTheologen aus.

Sie wirkte als Katalysatorin bei der Schaffung des 1989 gegründeten Circle of Concerned African Women Theologians (Kreis besorgter afrikanischer Theologinnen). Oduyoye ist auch durch ihre vielen Veröffentlichungen vor allem über afrikanische Frauentheologie wohl bekannt. Eines ihrer Hauptforschungsfelder ist die Hermeneutik und Theologie des Womanism. Sie baut gerade das Talitha Qumi Center am Trinity Theological Seminary auf, ein interreligiöser Ort, an dem sich gläubige Frauen treffen können.

Prof. Dr. Hans-Peter Mathys, Dekan der theologischen Fakultät der Universität Basel, stellte Oduyoye als Brückenbauerin zwischen Afrika und der westlichen Welt vor und beschrieb sie als „Matriarchin der modernen afrikanischen Theologie“.

Andreas Heuser, Professor für Aussereuropäisches Christentum erklärte, dass Oduyoye die erste Person aus Afrika ist, die die Ehrendoktorwürde der Universität Basel verliehen bekomme. Dies geschah im Rahmen des 555. Dies Academicus am 27. November.

In ihrer Rede „Ein Profil des zeitgenössischen Christentums in Afrika“ zeigte Oduyoye auf, dass das Christentum für Afrika keine ausländische oder fremde Religion sei. Die afrikanischen Traditionen leben im afrikanischen Christentum und das Christentum nimmt sie ernst; daher sind afrikanische Traditionen dem afrikanischen Christentum und der Kultur hilfreich.

Sie fragte: Warum boomt das Christentum in Afrika? Afrika bemühe sich um „Alafia“, was nicht nur „Wohlbefinden“ hieße, sondern auch authentische Kultur, Menschenwürde, Gerechtigkeit, Frieden und Wohlergehen der Armen. Zum Schluss folgerte sie, dass die Kirchen Konflikte konfrontieren müssen, im Besonderen jene, die mit der muslimischen Bevölkerung entstehen.

 

Quelle: http://www.oikoumene.org/en/press-centre/news/basel-university-honors-ghanian-methodist-theologian