Chile-Taller 2Inés Pérez, Kollektiv Con-spirando, Chile

“Das Beispiel des Netzwerks der asiatischen Frauen, die mit Mission 21 arbeiten, und ihr Engagement für die Sensibilisierung der Kirchen, zu denen sie gehören, um Anhaltspunkte für die Behandlung und die Prävention von Menschenhandel zu suchen, hat uns dazu gebracht, Richtlinien in Lateinamerika zu erstellen. Wir wollen auf den sozioökonomischen Umfang und auf die Ernsthaftigkeit der Situation aufmerksam machen. Wir wollen auch die Beziehungen zwischen Frauennetzwerken stärken und gemeinsame Strategien suchen, vor allem aber die Gewissheit haben, dass wir im Kampf gegen die Gewalt nicht allein sind”, sagte Josefina Hurtado an der Eröffnung des Workshops am 8. September in Santiago de Chile, an dem verschiedene Netzwerke von Frauengruppen der Mission 21 in Lateinamerika teilnahmen.

Chile war das Gastgeberland (1). Die Koordination des Workshops übernahm das Kollektiv Con-spirando, durchgeführt wurde er in den Einrichtungen des ökumenischen Zentrums Diego de Medellín. Beide Organisationen sind Partner von Mission 21: “Eine diagnostische Reflexion über den Menschenhandel in den Partnerländern von Mission 21 in Lateinamerika, mit Schwerpunkt auf der protestantisch-ökumenischen Welt” wurde unter der Leitung von Cecilia Castillo Nanjarí durchgeführt, Beraterin in Frauenthemen und Gendergerechtigkeit. Sie betonte den Unterschied zwischen verschiedenen Arten von Menschenhandel und legte einige Daten aus einer Umfrage mit Frauen in ökumenisch-protestantischen Kirchen und ökumenischen Organisationen in Lateinamerika und der Karibik vor.In ihrem Vortrag erklärte sie, dass es ökumenische Organisationen gibt, die hart am Problem des Menschenhandels arbeiten, bspw. CAREF, die eine tiefgründige Erfahrung in Argentinien und der umliegenden Region des Río de la Plata haben.

Auf der anderen Seite ist auch das Interesse der Frauen der ökumenisch-protestantischen Kirchen des Kontinents stark, die der Herausforderung, Räume für Sensibilisierung und Schulung über das Thema zu erschaffen, mit hohem Engagement begegnen. Nachträglich fand ein runder Tisch zum Thema “Menschenhandel und die Mission der Kirche” statt. Verantwortlich war Pfarrer Dr. David Muñoz Condell, evangelischer Kaplan und religiöser Partner der Kriminalpolizei Chile (PDI). Pfarrer Muñoz erklärte die Charakteristika der neuen Verbrechen, darunter auch des Menschenhandels, und bemerkte sogar, dass “… ob Sie es nun glauben oder nicht, beim Menschenhandel auch die Beteiligungen der katholischen und der evangelische Kirche festgestellt wurden. Wenn wir also von dieser Basis ausgehen, dann bricht der Diskurs zusammen.” Ausserdem sagte er, dass mittlerweile diese Art von Verbrechen im Zusammenhang mit christlichen Missionen separat klassifiziert wird.

Chile- taller 1Der Pastor der Kongregation der Dreifaltigkeit und Koordinator für die Seelsorge der Migranten von der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Chile-IELCH, Marcelo Huenulef Ortega, präsentierte den Vortrag “Pastorale Betreuung von Migrantinnen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile, IELCH: Sorgen und Herausforderungen”. Er ist der Betreuer einer neuen Organisation für die christliche Betreuung von Migranten innerhalb seiner Kirche. Diese Organisation ist noch in der Entwicklungsphase. Teil arbeiteten wir in kleinen Gruppen, in denen wir Eindrücke der Teilnehmerinnen zum Thema aufgreifen konnten.

1 http://mission-21.org/es/mission-21/asociaciones-sostenedoras-miembro-de-mission-21/mision-de-basilea/