Perú 3Aurora Luna, Alfalit, Peru

Der begrenzte Zugang zu den Bereichen Bildung, Arbeit, Gesundheit, Gerechtigkeit und zur politischen Teilnah-me, aber auch zu Themen wie Gewalt in ihren verschie-denen Formen bilden Hindernisse für die Entwicklung der Frauen unter gleichberechtigten Bedingungen. In der Absicht, dieses Problem zu bearbeiten, hat Alfa-lit in Peru einen Workshop mit Frauen aus Gemeinden der Landkreise Chupa und Arapa, Provinz Azangaro, Region Puno, veranstaltet. Die bearbeiteten Themen wa-ren: ländliche Führung, Bearbeitung der Erde und pro-duktive Organisation. Am Workshop nahmen Speziali-sten und Techniker teil, um den Dialog und die Beteili-gung von Frauen zu fördern, und er wurde auf Quechua übersetzt. Um das Verständnis der Teilnehmerinnen zu erleichtern, wurden Beispiele aus ihrem Alltag verwen-det, wo Frauen und Männer zwar gemeinsam teilneh-men, aber eine stärkere Beteiligung von Frauen gefördert werden muss.

Die Teilnehmerinnen schätzten das Erlernen der grundlegenden Elemente einer guten Gruppenkommu-nikation durch interaktive Dynamik beim Austausch von Erfahrungen über die Zubereitung und Verwendung von Biodünger und Bio-Schädlingsbekämpfungsmitteln im ökologischen Pflanzenbau wie auch beim Dialog über ihre Erfahrungen bei der Auswahl und der Erhaltung der Samen und in der Pflege und Wartung sowohl der Ar-beitsfläche wie auch der Arbeitsutensilien.

Perú 1Sie lernten die Erfahrungen von Cuzco, die soge-nannte “Ernte des Wassers” kennen: Die Errichtung und Erhaltung grosser natürlicher Reservoirs könnte in Puno zur Ausnutzung der Regenzeit repliziert werden, da die Trockenzeit dort sehr lange andauert und keine Was-serreserven für den Ackerbau vorhanden sind. Es wurde auch tiefgründig über “ökologischen Anbau von Qui-noa” und deren Mehrwert gesprochen, da die entspre-chende Nachfrage auf internationaler Ebene sehr gross ist. Da jedoch die Produktion eher klein ist, sollte diese

Chance nicht vergeudet werden. Dafür ist es erforderlich, auf spezialisierte technische Hilfe zählen zu können. Es gab auch Präsentationen der produktiven und kulturellen Erfahrungen:

Wir hatten eine Ausstellung und verkauften nahr-hafte Lebensmittel wie Brot, das mit Quinoa angereichert wurde. Ausserdem gab es Tanzwettbewerbe, kulinarische Spezialitäten und gesunde Nahrungsmittel. Eine der Da-men wurde aufgrund des Verkaufs einer grossen Anzahl von Broten mit Quinoa besonders beglückwünscht.

Den ersten, den zweiten und den dritten Preis gewannen die Frauen, die ihren Anbau mit natürlichen Düngemitteln und Bioinsektiziden betreiben. Die Frauen waren motiviert und versprachen, das Erlernte mit ihren Familien und anderen Mitgliedern ihrer Gemeinschaften zu teilen.