[:de]Archiv BM - QF 1-1 a Frauenverein in BS 1840-44 Titelblatt - OriginalbildIm Jubiläumsjahr „200 Jahre Basler Mission“ schauen wir in einzelnen Folgen zurück auf die Entstehung und die Geschichte dieses Werkes. Einen besonderen Blick werfen wir auf den Beitrag von Frauen an dieser Geschichte:

1842 wurde der “Frauenverein zur Erziehung des weiblichen Geschlechtes in den Heidenländern” gegründet. Dieser Frauenverein war dem männlichen Missionskomitee unterstellt. Als Zentrale und Koordinationsstelle war ein Frauenkomitee eingesetzt. Dieses Frauenkomitee koordinierte die in der ganzen Schweiz und in Süddeutschland tätigen weiblichen „Hilfsvereine“. Hauptziel war die Bildung und Erziehung von Mädchen und Frauen durch Gründung von Mädchenschulen in den Missionsgebieten. So wurde bald die Aussendung von ausgebildeten Lehrerinnen nötig, die durch die Erziehung von Mädchen die Unterdrückung der Frau aufheben oder mindestens mildern sollten. Die ersten Aussendungen von Lehrerinnen fanden Mitte der 1840er Jahre statt. Doch waren es nur wenige Frauen, die sich auf den Aufruf meldeten. Zudem wurden auch nur einzelne ausgesendet. Bis zur Jahrhundertwende waren es fast ausschliesslich Bräute oder Frauen von Missionaren, die ausgesendet wurden.

Archiv BM - QF 1-1 a Nachricht an die weiblichen Hilfsvereine 1840 - Originalbild gelb1901 wurde der alte “Frauenverein zur Erziehung des weiblichen Geschlechtes in den Heidenländern“ wieder belebt, mit dem neuen Namen: “Verein für Frauenmission”. Mit der Aussendung von Schwestern hatte er nichts mehr zu tun, das Hauptanliegen dieses neuen Vereins war die Verbesserung der Schulung der Schwestern, lediger oder verheirateter Frauen. Der Verein war immer noch ein Hilfsverein der Basler Mission. Aber mit der Eröffnung eines eigenen Schwesternhauses im Jahre 1911 erhielt die Frauenarbeit mehr Gewicht.

Irmgard Frank