‘Esther Gisler Fischer ist feministische Theologin und arbeitet als Pfarrerinn in einer Gemeinde der „Reformierten Kirche des Kantons Zürich“. Mit Mission 21 und dem Gender Desk ist sie seit Jahren verbunden; zuerst durch Projekte in Bolivien, dann mehrere Jahre als Mitglied der Expertinnenkommission «Frauen und Gender».Bis unlängst war sie Teil des Lenkungsausschusses der Schweizer «FrauenSynode» der am 5. September 2021 unter dem Motto «Wirtschaft is Care» stattfinden wird.
Sie freut sich darauf, viele Frauen des Frauennetzwerks von Mission 21 auf der Frauenkonferenz in Chur im kommenden Juni zu sehen! Dort wird sie einen WOrkshop zum Thema anbieten: Denn Frauen und deren Einsatz innerhalb der Familie und in der Gesellschaft sollen zählen. Weltweite Solidarität, wie sie bei Mission 21 gelebt wird, hilft dabei, stärkt und ermutigt!’

1. Was war Ihre erste Beziehung mit Mission 21 oder der Basler Mission?

Mission 21 war mir ein Begriff, seit ich in die Missionsarbeit eingestiegen bin. Ich habe den Unfalltod von Johanna Eggimann, der Leiterin des ‚Women Desk’ der Basler Mission und ihrer designierten Nachfolgerin Rose Akua Ampofo in Peru aus erster Hand erfahren und war schockiert.

2. Was war Ihr Beitrag zur Stärkung von Frauen?

Ich war 4 1/2 Jahre lang Mitglied der ‚Fachkommission Frauen & Gender‘ und habe da mitgeholfen, das Frauennetzwerk von Mission 21-Evangelisches Missionswerk Basel zu stärken.

Der Einbezug von feministischer Theologie war mir dabei ein besonderes Anliegen.

3. Warum denken Sie ist die Ermächtigung von Frauen innerhalb von Faith Based Organizations (FBO= Glaubensbasierte Organisationen) wichtig?

Laut biblischen Quellen hat Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen und auch alle Geschlechter dazwischen. Deshalb sollten gerade glaubensbasierte Organisationen Geschlechtergerechtigkeit auf ihre Fahnen schreiben!

 4. Welches sind die grössten Herausforderungen, die es als Fürsprecherin für Frauenrechte im Kontext einer glaubensorientierten Organisation zu bewältigen gilt?

Es ist der männliche Chauvinismus, der unseren Anliegen immer wieder im Wege steht!

5. Welches sind die Hauptthemen, für die Sie sich in Ihrem Umkreis einsetzen möchten (oder bereits einsetzen), um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen?

Es ist das Thema der un-oder unterbezahlten Care-Arbeit, der ich momentan mein Aufmerksamkeit schenke.